Wespen – Unser Ratgeber für Sie

wespen

M. Groflmann / pixelio.de

Wespen werden fast immer als lästig und bedrohlich wahrgenommen. Mehr als 60 Wespenarten sind weltweit mittlerweile bekannt. Die auffällige Musterung der recht angriffslustigen Kleinen
signalisiert von Natur aus eine Warnung an andere. Wer mit Wedeln oder einer Zeitung versucht die Wespen zu verscheuchen oder sich gar einem Nest zu direkt nähert, muss mit einem Angriff rechnen. Die Kleinen gelten als besonders angriffs- und stechlustig. Eine übereilte Reaktion kann bereits ausreichen, um diese Eigenschaften zu aktivieren. Wespen sind gefährlich. Bereits drei Stiche reichen aus, um einen Menschen zu töten!.- Das ist die landläufige Meinung. So ganz stimmt das jedoch nicht. Häufiger ist der Stich einer Wespe oder Hornisse (beide gehören zu der gleichen Familie) ungefährlicher als das Gift der Bienen. Allerdings ist der Stich einer Wespe in der Tat deutlich unangenehmer. Allergiker sollte besonders Acht geben. Für sie können tatsächlich einige wenige Stiche tödlich sein. Dabei kann bereits ein Stich der Wespe ausreichen. Allerdings sind sie nicht nur lästig und gefährlich. Wespen nehmen auch im Ökosystem eine wichtige Rolle ein. Sie befreien uns von zahlreichen Insekten, insbesondere den Fliegen.

Tipps zum Umgang mit der  Wespe

Wie verhalten, wenn sich Wespen nähern …

Wie verhalten, wenn ein Wespennest in der Nähe ist …

Können Cremes und Parfüms Wespen anlocken …

Wespen natürlich vermeiden
In unserem Ratgeber zu den Wespen möchten wir neben dem Schutz vor Wespen auf die unterschiedlichsten Punkte eingehen. Hierbei soll es nicht nur um Maßnahmen nach dem Stich der Wespe handeln, sondern auch um Tricks und Tricks, um die Tiere generell fernhalten zu können. Ein Spray muss es nicht immer sein. Meistens erweisen sich die Sprays zur Wespenabwehr sowieso als nutzlos. Natürliche Möglichkeiten, die jeder problemlos umsetzen kann, haben wir dazu einmal in unserem Ratgeber „Wespen vermeiden“ aufgeführt.

Wespen stechen gerne

Ist die Abwehr der Wespen erst einmal aktiviert, bildet sich ein Kreislauf. Betroffene Personen, die sich dem Anflug ausgesetzt sehen, werden meistens noch unruhiger oder schlagen dann erst recht mit der Zeitung zu. Hierbei sollten Sie übrigens immer unterscheiden, ob es sich um eine Wespe oder eine Biene handelt. Zwar ist das Gift der Biene oft schlimmer als der Stich der Wespe bzw. Hornisse. Doch letztere können ihren Stachel nach einem Stich in die Haut einfach wieder herausziehen. Wie Betroffene nach dem Stich reagieren sollten, haben wir einmal zusammenfassend in unserem Ratgeber „Hilfe-Wespenstich“  zusammengefasst.

Richtig verhalten, wenn sich Wespen nähern

Ein Wespenstich muss nicht sein. Dennoch ist es natürlich oft schwierig die Ruhe zu bewahren. Wespen greifen jedoch nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen. Das fängt also dann an, wenn Sie mit einer Zeitung, den Händen oder anderen Gegenständen herumwedeln. Ohne Provokation, kommt es jedoch nicht zu einem Wespenstich! Befinden sich die Wespen weit vom Nest entfernt, reagieren sie in der Regel zunächst mit der Flucht. Grundsätzlich sollten Sie nie nach Wespen oder Hornissen schlagen. Bewahren Sie Ruhe. Wespen stechen nur dann, wenn sie keine andere Möglichkeit sehen. Das gleiche gilt auch, wenn sich das Tier auf Ihrer Schulter, den Armen oder sonst wo am Körper niedergelassen hat. Hantieren Sie nicht wild, ansonsten droht ein Wespenstich. Die Wespe wird in der Regel nur kurz auf der Schulter verbleiben und bereits nach wenigen Sekunden wieder abfliegen. Sofern Sie jedoch unruhig sind, sollte das Tier mit einer vorsichtigen und sanften Bewegung abgestreift werden. Ein Anatmen oder Anpusten der Wespen sollte ebenfalls vermieden werden. Den Tiere wird durch den CO2 Gehalt eine Gefahr signalisiert und versetzen sich dadurch in Alarmbereitschaft.

Nähert sich ein Wespenschwarm, kommt häufig besonders viel Panik bei uns Menschen hervor. Doch auch hier gilt, üben Sie sich in Ruhe. Eine heftige Abwehrbewegung oder sogar ein direktes Um-sich-schlagen sollte vermieden werden.

Richtig verhalten, in der Nähe eines Nestes

Wespennest

Stefan Emilius / pixelio.de

Es reicht bereits aus, sich in einem Radius von 3 – 4 Meter um ein Wespen- bzw. Hornissennest zu befinden. Aus diesem Grund sollten solche Nester im Garten oder direkter Haus nähe umgesiedelt werden. Bei dieser direkten Nähe, werden die Wespen alarmiert. Grundsätzlich gilt daher, sich ruhig zu verhalten. Vermeiden sie hektische Bewegungen und berühren Sie das Wespennest keinesfalls mit einem Stock oder einem anderen Gegenstand. Kommt es zu einer leichten Erschütterung, kann das den Angriff sofort auslösen. Kommt es jedoch zu einem Angriff, ist ein hastiges Weglaufen nicht ratsam. Sie sollten sich zwar zügig aber ohne heftige Bewegungen aus dem Nestbereich entfernen. Die Wespen verfolgen Eindringlinge maximal bis zu einem Radius von bis zu 20 Metern.

Problemzonen wie Abfallplätze und Wiesen im Sommer

Jeder kennt die Problemzonen im Sommer. Dann, wenn es wärmer wird, sammeln sich die Wespen gerne in der Nähe von Abfallkörben. Mülltonnen, Komposthaufen und anderen identischen Orten. Diese Flecken dienen den Wespen und Hornissen gerne als Nahrungsquelle. Besonders gerne sammeln sich die Tiere bei der Obsternte. Sie sollten zu dieser Zeit niemals barfuß über eine blühende Wiese gehen. Schnell kann es dann zu einem Wespen- oder Bienenstich kommen. Gleiches gilt auch für das Pflücken von Kräutern und Blumen. Eine kleine Unaufmerksamkeit reicht aus, die Folge kann eine schmerzhafte Erinnerung sein.

Cremes und Parfums können Wespen anziehen

Es muss nicht immer der Pflaumenkuchen oder das Grillgut sein, das Wespen anzieht. Zahlreiche Studien ergaben, dass auch diverse Parfums, Cremes und andere Kosmetika eine Verlockung auf die Tiere ausstrahlen. So enthalten manche dieser Produkte ganz bestimmte Duftstoffe, die direkt den Alarmpheromonen der Wespen und anderer Insekten entsprechen. Solche Botenstoffe spielen bei den Tieren eine große Rolle, und wecken den Verteidigungssinn. Zugleich dienen sie der Feindmarkierung. Wer sich mit solchen Parfümen oder Cremes in Nest Nähe befindet, muss mit einem Angriff rechnen. Es sind aber nur wenige Fälle bekannt. Eine Hornissen-Attacke , die im Jahr 2003 in der Innerschweiz auf eine Schulgruppe stattfand, schlug sich jedoch durch die Medien. Hauptwirkstoffe sind dabei zum Beispiel die Alkohole 2-Pentanol und 3-Methyl-1Butanol. Beide werden regelmäßig in der Kosmetikindustrie als Duftstoff eingesetzt.

Wer bereits einen Wespenstich erlebt hat, wird oft im Freien von einem mulmigen Gefühl angetrieben. Diese Angst, die sich leicht verstärken kann, sollte behandelt werden. Mittels spezieller Behandlungen können Ärzte die Angst vor Wespen nehmen. Diese und weitere Themen, können Sie ausführlich in unseren Ratgebern nachlesen.

 

[Bild 1 oben: M. Großmann  | Bild 2 unten: Stefan Emilius >> alles pixelio.de]

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